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1. Grund: Gewicht Ein 50mm-Objektiv ist leicht und somit gut zu transportieren. Es fällt im Vergleich zur Kamera kaum ins Gewicht und ermöglicht es Ihnen, unbelastet über mehrere Stunden unbeschwert zu fotografieren. Sie machen keine guten Fotos, wenn Rücken oder Schulter schmerzen. So wiegt ein Nikon 50mm 1.4 mit knapp 300 Gramm lediglich ein Drittel eines 24-70mm 2.8 (900 Gramm).
2. Grund: Flexibilität Ein 50mm-Objektiv ist unterschiedlich einsetzbar. Reise-, Reportage-, Street- und auch Portraitfotografie funktionieren mit dieser Brennweite wunderbar. Sie glauben, Sie brauchen stattdessen ein so genanntes "Standard-Zoom", um z. B. zwischen 24 und 70mm "alles abzudecken"? Glauben Sie den Werbe-Strategen kein Wort! Solange Sie nicht als Foto-Journalist in sekundenschnelle reagieren müssen, vertrauen Sie auf sich selbst und Ihre schnellen Beine. Dieses "Zoom" ist ebenso effizient und dazu noch deutlich preisgünstiger (Nikkor 50mm 1.4 ca. 350 Euro, Nikkor 24-70mm 2.8 ca, 1.600,00 Euro).
3. Grund: Selbsterziehung Mit einer Festbrennweite können Sie an keinem Zoom-Ring drehen, um den geeigneten Bildausschnitt zu bestimmen. Sie sind stattdessen gezwungen, sich Ihrem Motiv zu nähern oder den Abstand zu vergrößern. So lernen Sie mit der Zeit, vor Ihrem geistigen Auge mit 50mm zu "sehen", was wiederum dazu führt, dass es Ihnen leichter fallen wird, Ihr Foto vorab im Kopf zu komponieren, bevor Sie den Auslöser drücken. Die Folge: auf Dauer bessere Fotos.
4. Grund: Bokeh Festbrennweiten sind in aller Regel Objektive mit großer Anfangsblende (f1.8 oder 1.4), so dass Sie auch bei wenig Licht noch verwacklungsfreie Fotos mit einem schönen Schärfeverlauf (Bokeh) produzieren können. Zudem ist die Bildqualität in vielen Fällen superteuren Profi-Zoom-Objektiven gleichwertig und Zoom-Objektiven aus dem Konsumer-Bereich deutlich überlegen. Farben sind echter, Kontraste sind knackiger und das bei überzeugender Schärfeleistung.
5. Grund: Preis: Es spricht nichts dagegen, auch bei Kameras aus dem (semi)professionellen Bereich Objektive zu verwenden, die bereits mehrere Jahre (oder gar Jahrzehnte) auf dem Markt sind. Gerade Festbrennweiten, haben trotz ihrer oft langen Produktlaufzeit nichts von ihrer Qualität verloren und können daher auch gebraucht bedenkenlos erworben werden. Selbst alte Objektive, die nur manuell fokukssiert werden können, vollführen gerade an modernen Vollformatsensoren oft wahre optische Wunder.
Wenn Sie zu denjenigen gehören, die keine DSLR mit einem Vollformatsensor (sprich Kleinbildformat) verwenden, gelten die obigen Gründe uneingeschränkt auf für Festbrennweiten, die zwar eine geringere Brennweite haben, aufgrund des kleineren Sensors aber einen Bildwinkel von ungefähr 50mm liefern. Hierzu gehören insbesondere Objektive mit einer Brennweite von 30 bis 35mm.
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