Fußball-EM der Frauen

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Jetzt geht´s lo-hos!!

Auch wenn mich manche meiner Kollegen und Freunde belächeln, ich habe mich sehr auf die Fußball-Europameisterschaft der Frauen gefreut. Nun ist sie gestartet und Deutschland gleich mit einem beeindruckenden 4-0 gegen den Vize-Europameister Dänemark. Und ja, ich bin sehr gespannt, wie weit es unsere Ladies in diesem Turnier schaffen.

Ein langer Weg

Es ist noch gar nicht so lange her, da galt Frauen-Fußball am deutschen Stammtisch als Ulk-Veranstaltung, bei der Mann nur darauf wartet, ob es nicht diesmal nach dem Schlusspfiff zum Trikot-Tausch kommt. Der Europameister-Titel 1989 (es folgten übrigens 7 (!) weitere) wurde mit einem Kaffeeservice dotiert und ansonsten blieb der Frauen-Fußball das was es aus der Sicht der breiten Öffentlichkeit war – ein untauglicher Versuch, in eine Männerdomäne vorzudringen. Dass andere Länder wie etwa Norwegen oder die USA den Frauenfußball längst als ernstzunehmende Sportart anerkannten, war zwar im internationalen Vergleich offenkundig, interessierte den bundesrepublikanischen Michel aber nicht die Bohne; der Stammtisch war sich einig.

Es wird ...

Der Gewinn der Weltmeisterschaft 2003 wird heute als Durchbruch des deutschen Frauenfußballs bezeichnet, auch wenn die Siegprämien bis heute weit hinter denen der männlichen Nationalmannschaft zurückbleiben. Die Akzeptanz und Aufmerksamkeit nahm in der Öffentlichkeit jedoch deutlich zu und auch die Medien begannen zunehmend, wenn auch zunächst zaghaft, auch über Vereinsmannschaften und ihre nationalen und internationalen Wettbewerbe zu berichten. Auch lukrative Werbeverträge sind heute im Frauenfußball die Regel.

Was mir gefällt

Nein, es sind nicht die oft gut aussehenden durchtrainierten Ladies. Auch … aber das ist Nebensache. Im Frauenfußball überwiegt das technische dem kämpferischen Element. Nicht dass Männer keine hervorragende Technik hätten, aber der kämpferische Aspekt und auch die streckenweise Brutalität im Zweikampf stehen im deutlichen Gegensatz zu dem fast schon körperlosen Spiel der Frauen. Und kommt es zum Zweikampf oder gar zum Foul, steht die Gefoulte einfach wieder auf. Da wird nicht lamentiert oder sich wehklagend 10 Meter über das Spielfeld gerollt, wie dies bei den Herren der Schöpfung oft schon bei den harmlosesten Tacklings beobachtet werden kann. Der sportliche Umgang miteinander und den Gegnerinnen ist allgegenwärtig und trotzdem bleibt es genau so spannend wie bei den Herren. Und erfolgreich sind unsere Damen auch. Zu den besagten 8 Europameister-Titeln gesellen sich 2 WM-Titel – und Olympiasieger 2016 waren sie auch.